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Ja, der Rumpfmotor is uralt - dieser ohc-Motor ist ein direkter Abkoemmling des ersten Nachkriegssechszylinders von Daimler-Benz, vorgestellt 1951 im Typ 220 (W187). Er war wohl das fortschrittlichste deutsche Grossserienagregat jener Jahre ueberhaupt. Das Glanzstueck des 220(W187)war 1951 der brandneue ohc-Sechszylinder (M180), von dem zwei Jahrzehnte spaeter auch die Strich-Acht-Reihe profitieren sollte. Als Mercedes-Benz-Novum ist dieser 'Sechser' als ausgesprochener Kurzhuber ausgelegt. Die durch eine Duplexkette angetriebene obenliegenede Nockenwelle(ohc)war bis dahin hochkaraetigen Renn-Motoren vorbehalten. 80PS aus 2,2 Litern Hubraum sind 1951 angesichts des bescheidenen Verdichtungsverhaeltnisses von 6,5:1, das wiederum dem wenig klopffesten Nachkriegs-Benzin angepasst ist, gewiss keine Kleinigkeit.
Dieser Motor findet auch Verwendung im PONTON 220 (W187)der im Fruehsommer 1954 durch den 220a (W180) aus dem 'PONTON-Baukasten' ersetzt wird.
Im August 1959 geht die Baureihe (W111) an den Start - 'Flossengeneration' - zuerst die 3 Grossen (Sechszylinder) 220b, 220 Sb und 220 SEb (W111)- gefolgt vom luftgefederten Spitzentyp 300SE (W112).
Im September 1965 wird die Baureihe W110 (Vierzylinder) um eine dritte Version ergaenzt - den 230, bei dem der auf 105 PS gedrosselte Sechszylinder (M180) des W111 230 S zum Einsatz kommt.
Im Februar 1968 startet die 'Strich-Acht-Baureihe' - die Sechzylinder Benziner (W114) - 230 bzw. 230.6 mit dem 2,3-Liter-Sechszylinder der Baureihe M180, entspricht weitgehend der Antriebquelle des Vorgaengers W111 (Flossengeneration) die im August 1959 zuerst mit den 3 Grossen 220b, 220Sb und 220 SEb an den Start ging.
Die aufwendige Gemischversorgung mit 2 Zenith-Fallstrom-Registervergasern der Type 35/40 INAT wurde beibehalten. Dagegen weisst die Nockenwelle zur Veraenderung der Steuerzeiten eine neue Profilierung auf, um den Drehmomentenverlauf im unteren Drehzahlbereich zu verbessern. Analog zu den 230-Vierzylindern erhaelt jeder Kolben zur Verschleissminderung drei molybdaen veredelte Kolbenringe. Die Motorleistung wird unveraendert mit 120PS bei 5,400/min angegeben.
Jedoch bereits 1968 war der M180 in die Jahre gekommen - entsprach mit seiner 4-fach gelagerten Kurbelwelle, seinem nicht gerade 'weichen lauf' und seinem relativ zoegerlichem Antritt nicht mehr dem Stand der Technik.
Der Chronik des 230 ist noch anzufuegen, dass die Modellbezeichnung im August 1973 in 230.6 umbennant wurde, um den Sechszylinder vom neuen Vierzylinder gleichen Hubraums zu unterscheiden.
Gruss,
Martin